Drogen: Laila at the Bridge nimmt den Betrachter mit auf eine erschütternde Reise zu Kabuls dunkler Unterführung. Sie folgt einer Frau, die versucht, so viele Drogenabhängige wie möglich zu retten.
Sevara Pan
Journalist und Filmkritiker.
Erscheinungsdatum: Oktober 23, 2018


Laila Haidari, eine rundgebaute afghanische Frau in den Dreißigern, zieht ihre Ballerinaschuhe und Köpfe unter der berüchtigten Pul-e Sukhta-Brücke an und bewegt sich zwischen dem drückenden Geruch, weggeworfenen Spritzen und ohnmächtigen Körpern. Opiumkranke Männer, viele ihrer Senioren, nennen sie zärtlich «Mutter». Im Gegenzug nennt sie sie «meine Jungs» und fordert sie auf, zu ihrem provisorischen Rehabilitationszentrum mit dem Namen «Mother Camp» zu kommen.

Laila an der Brücke ist eine Beobachtungsdokumentation, die der afghanischen Frau geduldig folgt, während sie fast im Alleingang versucht, den Süchtigen in Schutzräumen zu helfen, die sie ohne staatliche Unterstützung oder ausländische Hilfe führt.

Ein Narco-Staat

Die Rettung der Süchtigen scheint angesichts von Rückfällen, finanziellen Hürden und Widerständen der Regierung eine sisyphische Aufgabe zu sein. Eine Zeit lang finanziert Haidari ihre Unterkünfte über ihr eigenes Restaurant, in dem sich Süchtige erholen, aber das wird bald zu einem sinnlosen Projekt, da eine Flut von Angriffen die Kunden vertreibt. «Krieg, Krieg, alles aus dem Krieg», sagt Haidari einfühlsam, als der Süchtige Ikhtiar Gul, ein ehemaliger Leibwächter des afghanischen Präsidenten Najibullah Ahmadzai, jetzt ein entstellter Mann, der von Krieg und Leben geschlagen ist, seine Geschichte mitteilt und sich weigert, sich den Bart zu schneiden, wie er es nicht tut will eine Narbe von einer Kugel zeigen.

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Gul ist einer von Tausenden, die sich nach einem aufständischen Angriff auf einem Markt oder im Dienst Drogen zuwandten. Die von den USA angeführte Invasion im Jahr 2001 trug nicht zur Eindämmung der Opiumproduktion und des Opiumhandels bei. Tatsächlich sind die Zahlen seit Beginn der Operationen, die Washington und seine Verbündeten durchgeführt haben, gestiegen. Der Film stellt fest, dass Afghanistan mittlerweile 90 Prozent des weltweiten Opiumangebots produziert, was zu einem starken Rückgang der Inlandspreise und der weltweit höchsten Suchtrate geführt hat.

Der Dokumentarfilm erklärt nicht weiter, wie die westliche Intervention Afghanistan an den Rand eines Narko-Staates brachte. Der Film zeigt jedoch die Heuchelei der Bemühungen der afghanischen Regierung zur Drogenbekämpfung. «Leider ist in Afghanistan alles symbolisch. Alles ist eine Show », sagt Haidari während einer Live-Debatte von 1TV Kabul über die« größte Herausforderung »Afghanistans - den Anbau, den Schmuggel und den Handel mit Betäubungsmitteln. Die Erfindung ist greifbar, als eine Delegation des Ministeriums für Drogenbekämpfung während eines Besuchs in Haidaris Tierheim unverhohlen die Vereinheitlichung des Lagers fordert. Es ist…


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