MIGRANTEN: Die Familie Fazili fotografiert auf drei Mobiltelefonen ihre gefährliche Reise von Afghanistan über den Balkan in eine ungewisse Zukunft.
Carmen Gray
Carmen Gray
Freier Filmkritiker und regelmäßiger Mitarbeiter der Modern Times Review.
Erscheinungsdatum: März 14, 2019

Der Filmemacher Hassan Fazili floh mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern in 2015 nach Tadschikistan, nachdem die Taliban seinen Tod gefordert hatten. Er hatte ein Café betrieben AfghanistanHauptstadt Kabul als Treffpunkt für Künstler zum Gedankenaustausch. Seine progressiven Ansichten über die Vermischung von Männern und Frauen wurden von den Mullahs als Bedrohung angesehen, ganz zu schweigen von dem Film, den er über einen Taliban-Kommandeur gemacht hatte. Ein fehlgeschlagener Asylantrag erforderte eine riskante Rückkehr nach Afghanistan, und seine Frau Fatima, ebenfalls Filmemacherin, zog widerwillig die erforderliche Burka an.

Dies ist ein Porträt des systemischen globalen Scheiterns gegenüber den verwundbarsten der Welt.

Nach dem Hinweis eines Freundes, dass die Verhaftung unmittelbar bevorstehe, entschloss sich die Familie, die 3,500-Meilen-Reise zu trotzen, um in Europa Sicherheit zu suchen. Sie begeben sich auf die gefährliche Migrationsroute des westlichen Balkans nach Ungarn und schossen ihre Erfahrungen auf drei Mobiltelefonen. Das Filmmaterial wurde in eine Spielfilmdokumentation umgewandelt Mitternachtsreisender, die bei ihrer Weltpremiere in Berlin einen Sonderpreis der Jury für Kinematographie gewann Sonnentanzund dann im Berlinale. Der Film ist sehr persönlich und sowohl faszinierend als auch emotional.


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